Rezension zu ROM DAS KOCHBUCH von Katie Parla & Kristina Gill, Südwest




FAKTEN ZUM BUCH


Titel: ROM - Das Kochbuch: Traditionelle Rezepte und authentische Geschichten
Autor: Katie Parla, Kristina Gill
Verlag: Südwest Verlag
Genre: italienisches Kochbuch mit Fokus auf Rom
Seitenzahl: 256
Erscheinungsdatum: 2016
Buchformat: Gebunden
Preis: 24,99 €
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Rezensionsexemplar?
Ja. Dieses Kochbuch wurde mir freundlicherweise vom Südwest Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zugeschickt. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken.
Meine Meinung bleibt selbstverständlich meine eigene.
 
 
 

KLAPPENTEXT

 
   
 
 
 

MEINE MEINUNG

 
Da ich bald für ein paar Tage nach Rom fliegen werde, habe ich mich sehr für dieses Kochbuch interessiert und mir darin eine Art Vorgeschmack auf meine anstehende Reise erhofft.
 
 
 

 POSITIVES

 
Das Cover dieses Kochbuchs wirkt sehr edel durch die goldene Schrift und die sehr ansprechenden Bilder. Auch wenn man das Buch aufklappt, bleibt dieses edle Gefühl noch erhalten, da das Cover innen golden ausgelegt ist. Das Kochbuch fühlt sich außerdem hochwertig an, da es sehr dick ist.
 
Man bekommt bei diesem Buch sehr viel mehr als nur ein Kochbuch mit Rezepten. Außer aus Rezepten besteht "ROM: Das Kochbuch" auch vorallem aus einem Großteil an Texten zu Rom und zur römischen Küche, sowie aus sehr vielen Bildern, sowohl von Essen als auch von Rom selbst.
 
Wenn man dieses Buch also wie ich auch, hauptsächlich aus Interesse zu Rom kauft, findet man definitv sehr viel interessantes an Informationen und Bildern dazu darin. Durch die vielen Zusatzinformationen in dem Buch kann man sehr viel über Rom mitnehmen.
 
Jedes Rezept kommt mit einer kurzen Einführung und Erklärung zur Bedeutung des Gerichts daher, was abermals dafür spricht, dass es sich hierbei nicht nur um ein reines Kochbuch handelt.
Die eigentlichen Rezepte beginnen erst nach 35 Seiten Einführung und auch vor jedem neuen Thema steht erstmal eine ausführliche Einleitung dazu. Das erklärt auch die enorme Dicke des Buches mit 250 Seiten.
 
Das letzte Kapitel des Buches stellt römische Getränke, mit Fokus auf Cocktails, vor. Dies empfand ich als gelungenen Abschluss und auch als Lieblingskapitel des gesamten Buches. Das lag vor allem daran, dass hier zum Großteil der Rezepte die "klassische" Rezeptegestaltung eingehalten wurde, bei welcher man das Rezept auf der einen, und ein Bild des fertigen Gerichts - hier Getränk - auf der gegenüberliegenden Seite hat.
 
Da ich die italienische Sprache wahnsinnig schön finde, habe ich mich auch darüber gefreut, dass alle Gerichte sowohl mit italienischen als auch mit deutschen Titel bezeichnet wurden.
Außerdem gefiel mir die Schrift der Rezepte sehr, da diese sehr modern und dennoch schick auf mich wirkte.
 
   
 


 

NEGATIVES

 
Leider gibt es bei diesem Buch sehr viel mehr Negatives als Positives zu berichten, was ich selbst sehr schade fand, da ich mich sehr auf das Buch gefreut habe.
 
Wie oben erwähnt, beinhaltet dieses Kochbuch wirklich sehr viele Bilder, was ich erstmal als positiv empfinde. Jedoch wurden leider mehr Bilder darauf verwendet, um Menschen statt Essen zu zeigen. So gibt es zu etwa 40% der Rezepte in diesem Buch kein Bild des fertigen Gerichts/Getränks dazu, was ich unglaublich schade fand. Es war mir auch ziemlich unverständlich, da ja offensichtlich die Möglichkeit da war, das Buch mit sehr vielen Bildern zu füllen, weshalb ich es nicht verstehe, warum man dann nicht zu jedem Rezept ein Bild beigefügt hat. Für mich ist diese "klassische" Rezeptgestaltung, wie ich sie oben genannt habe, ein wichtiger Bestandteil eines Kochbuches, da diese Bilder einerseits Appetit und Lust auf das Essen machen sollen und einem damit Motivation geben, das Gericht selbst auszuprobieren, und andererseits als Anleitung und Kontrolle dienen, wie das Gericht denn überhaupt aussehen soll. Leider hatte ich deshalb schon allein dadurch keine Lust, einen Großteil der Rezepte überhaupt auszuprobieren, weil kein Bild beigefügt war.
Es wurden stattdessen sehr viele Bilder dazu verwendet, um die Atmosphäre von Rom einzufangen, was ja erstmal nicht verwerflich ist, jedoch bringen mir diese Bilder einfach nichts weiteres, als dass sie schön zum Anschauen sind, während rezeptzugehörige Bilder von sehr viel mehr Nutzen gewesen wären.
Auch erschloss sich mir der Sinn der Bilder von Menschen, die nichtmal essen, überhaupt nicht.
 
 
Das Buch ist, wie oben erwähnt, sehr dick. Jedoch wurde das Buchformat dieser Dicke und dem Gebrauch eines Kochbuchs leider nicht angepasst. Das Buch ist viel zu schmal, weshalb es sich nur ab der Hälfte der Seiten so aufschlagen lässt, dass es auch so liegen bleibt. Da man ein Kochbuch normalerweise beim Kochen gerne nebendran liegen hat, um regelmäßig aufs Rezept zu schauen, hat es insofern wirklich versagt. Schlägt man eine der ersten 100 Seiten auf, klappt sich das Buch von alleine wieder zu.
 
 
Leider finde ich dieses Kochbuch auch oft etwas unübersichtlich gestaltet und hatte Schwierigkeiten damit, das richtige Bild zu einem Rezept zu finden, wenn es überhaupt ein dazugehöriges Bild gab. Hierbei hätte ich mir gewünscht, dass man die Bilder entweder näher an die Rezepte platziert, oder den Bildern einen Verweis darauf gibt, was sie darstellen.
 
Teilweise gelingt es dem Buch, eine wunderbare Darstellung von Rezept und dazugehörigen Bild zu schaffen, weshalb es mir in diesen Fällen immer noch unverständlicher vorkam, warum sie das nicht immer gemacht haben.
 
Außerdem fiel es mir schwer, auf Anhieb interessante Rezepte zu finden, die sich sowohl ansprechend als auch machbar lesen ließen. Das fande ich sehr schade, da ich vor diesem Buch eigentlich dachte, dass ich der italienischen Küche sehr verbunden bin, und daher dachte, dass ich wahnsinnig viel ansprechendes in diesem Kochbuch finden würde.
 
   
 


Kein Vegetarisches Kochbuch und auch nicht für Vegetarier geeignet
 
Dass es sich bei diesem Kochbuch um ein vegetarisches Kochbuch halten würde, hatte ich nicht erwartet und wird auch nirgendwo erwähnt. Ich hatte vorher einfach gedacht, dass ich Fleisch einfach durch einen Veggie Ersatz ersetzen würde, wenn mich ein Fleischgericht interessieren würde.
Jedoch hatte ich nicht gedacht, dass dieses Buch ein ganzes Kapitel zum Schlachten und Fleischverzehr beinhalten würde, versetzt mit Bildern, die ich gerne wieder aus meinem Kopf löschen möchte.
Beim Durchblättern des Kapitels "Quinto Quarto" ist mir tatsächlich schlecht geworden.
Die Bilder waren erstmal nicht das Problem, sondern das, was sie darstellten. Die italienischen Titel wirkten teilweise so nett und ansprechend klingend, und dann liest man darunter die deutsche Übersetzung und es wird einem ganz anders.
Zungen, Mägen, Schwänze, Knorpel,... von Tieren werden in diesem Kapitel als Gerichte vorgestellt und am liebsten hätte ich all diese Seiten zugeklebt, um beim Durchblättern nicht nochmal auf sie zu stoßen.
Dadurch fällt für Vegetarier schonmal ein großer Teil des Buches komplett weg, denn man möchte diese Gerichte nicht versuchen, irgendwie nachzumachen, sondern am liebsten aus seinem Kopf verbannen.
 
 
 
Obwohl das Buch in verschiedene Kapitel aufgeteilt ist, empfand ich es dennoch als chaotisch und relativ unstrukturiert. Ich fand, dass man sich nicht sehr leicht darin zurechtfinden konnte.
Teilweise wurden Rezepte von einem zweiseitigen Bildposter unterbrochen, welches absolut nichts mit den Rezepten zu tun hatte und dadurch etwas fehl am Platz wirkte. Ich fragte mich dabei jedes Mal, warum man nicht einfach stattdessen Bilder zu den Rezepten abgedruckt hatte... aber das hatten wir ja jetzt schon öfters.
Um nochmal auf die Unstrukturiertheit zu Sprechen zu kommen: Plötzlich kam nach einer Nachspeise eine Fischsuppe, was mich nun doch sehr verwirrt hat.
 
 
Da ich ein großer Pasta Fan bin, hatte ich mich besonders auf diese Abteilung gefreut, wurde jedoch maßlos enttäuscht. Wiedermal fehlten die Bilder, jedoch fehlten mir auch ansprechende und vielfältige Rezepte.
 
 
   
 

FAZIT

 
Leider konnte mich ROM: Das Kochbuch nicht überzeugen, sondern eher enttäuschen. Obwohl es von außen her sehr edel wirkt, und auch innen teilweise sehr schön gestaltet ist, überwiegen trotzdem die negativen Aspekte. Mein größtes Problem mit dem Buch sind die fehlenden Bilder zu den Rezepten, sowie das große Kapitel an abschreckenden Fleischgerichten und -bildern.
Außerdem fand ich es schwer, mich in dem Buch zurechtzufinden, da es mir sehr unstrukturiert vorkam.
 
 
 

MEINE BEWERTUNG IN STERNEN

 

Ich verleihe diesem Buch 2 von 5 Sternen.

 

 

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