Rezension zu "Die Spuren meiner Mutter" von Jodi Picoult, C. Bertelsmann Verlag

 




FAKTEN ZUM BUCH



Deutscher Titel: Die Spuren meiner Mutter
Englischer Titel: Leaving Time
Autor: Jodi Picoult
Verlag: C. Bertelsmann
Preis: 19,99 €
Seitenzahl: 505
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Buchart: Hardcover
Genre: Elefantenforschung + Spurensuche + Paranormales
Rezensionsexemplar?: Ja. Dieses Buch wurde mir vom C. Bertelsmann Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich an dieser Stelle! :)

Meine Meinung bleibt selbstverständlich meine eigene.



INHALT

 

Die 13-Jährige Jenna macht sich auf die Suche nach ihrer seit 10 Jahren verschwundenen Mutter, nachdem sie neue Beweismittel findet, die darauf hindeuten, dass ihre Mutter noch am Leben sei.
Gemeinsam mit einem Medium und einem ehemaligen Polizei Detective versucht sie die Geheimnisse, die das Verschwinden ihrer Mutter umgeben, nach und nach aufzudecken.
Dabei lernt Jenna nicht nur nach und nach ihre Mutter besser kennen, sondern vorallem erfährt sie auch sehr viel über die große Leidenschaft ihrer Mutter: Elefanten.



VORAB - was Du vorher wissen solltest



Lies dieses Buch NUR, wenn du dich extrem intensiv mit Elefanten beschäftigen und auseinandersetzen willst! (Und das 500 Seiten lang..)

Auf dem Klappentext steht in einem Zitat: "Die heimlichen Helden des ROmans sind die Elefanten." (Publishers Weekly) Das Adjektiv "heimlich" nenne ich mal die Untertreibung des Jahrhunderts! Man findet keine Seite, und meistens auch nicht mal einen Satz, in dem es nicht um Elefanten geht.
Und auch wenn du jetzt vielleicht denkst, dass du Elefanten eigentlich schon interessant findest, und offen bist, mehr über sie zu lernen - glaube mir - so viel wolltest du nie über irgendetwas wissen, es sei denn es ist eine wahre Herzensangelegenheit für dich und du brennst vollkommen danach.


Zudem habe ich nun vermehrt in anderen Rezensionen gelesen, dass sie gerne im Voraus gewusst hätten, dass es sich hierbei um ein Buch mit paranormalen Elementen handelt, die auch eine große Rolle spielen. Deshalb sei das auch hier schon erwähnt.




 



MEINE MEINUNG

 

 

 

POSITIVES


Leider habe ich bei diesem Buch nicht wirklich viel Positives zu berichten. Einzig das wunderschöne Cover hat mir sehr gut gefallen. Die Farbe finde ich sehr schön, da man sie auch nicht oft bei Büchern sieht, und zusammen mit dem Gold wirkt es sehr hochwertig und unglaublich ansprechend.

Hinzu kommt noch ein einziger Charakter, der mir in diesem Buch zugesagt hat, nämlich Serenity, ein Medium. Ihre Kapitel habe ich gerne gelesen, und war immer erleichtert, wenn ein Kapitel eines anderen Charakters endlich zu Ende ging, und ich die Seite umschlug, und ihren Namen über dem nächsten Kapitel stehen sah.
Lustigerweise wurde dieser Charakter und die mit ihr verbundenen, paranormalen Einflüsse, von den meisten Rezensierenden, die 4 oder 5 Sterne gegeben haben, als ihr einziger Kritikpunkt aufgelistet.
Während ich das als das einzig relativ spannende empfunden habe.
Man sieht also: Man kann auch eine ganz andere Meinung zu dem Buch haben.


Der Schreibstil kam mir zwar generell nicht besonders vor, aber ich habe es als angenehm empfunden, dass jeder der unterschiedlichen Charaktere in der Ich-Form in seinem Kapitel erzählte. Das erlaubte einem als Leser einen intimeren Zugang zu ihnen.

- und das war es nun leider auch schon mit dem Positiven. :/




NEGATIVES



Es gibt Bücher, über die ich mich so aufregen kann, dass ich den negativen Teil meiner Rezension wenigstens noch ordentlich damit ausfüllen kann.
Leider war dieses Buch so zäh und ermüdend, dass ich mich noch nichtmal aufregen kann.

Aber fangen wir von vorne an:
Es fiel mir von Anfang an sehr schwer, in das Buch reinzukommen. Ich konnte nicht wirklich einen Draht zur Protagonistin aufbauen und die erschöpfende Behandlung der Elefanten begann schon ab der ersten Seite, und wurde von Seite zu Seite immer mehr.
Neben dem massiven Anteil, den die Elefantenbeschreibungen einnehmen, fällt die eigentliche Handlung, und deren Fortschreiten, total in den Hintergrund.

Die vermisste Person, die es zu finden gilt, ist mir eigentlich egal, weshalb es mir schwer fällt, mich generell für die Geschichte zu interessieren. Sie wird mir einfach nicht so nahe gebracht, dass es mir wirklich wichtig ist, ob sie nun gefunden wird oder nicht. In den Kapiteln, die aus ihrer Sicht sind, geht es zu 100% nur um Elefanten. Ich erfahre nur immer wieder, dass Elefanten ihre große Leidenschaft sind. Damit kann ich mich aber nicht identifizieren, weil mich allein die extrem detaillierten Beschreibungen von Elefantenverhalten schon ermüden.
- nicht dass ich generell irgendwie abgeneigt Elefanten gegenüber wäre. Ich wollte dieses Buch auch deshalb lesen, da ich vorher dachte, dass ich eigentlich ganz gerne mehr über sie erfahren würde.-

Ebenso wie zur vermissten Person, fällt es mir auch schwer, zur Protagonistin eine Bindung aufzubauen. In ihren eigenen Kapiteln kommt sie zwar relativ erwachsen rüber, doch da alle anderen Charakere sie immer als "das Kind" bezeichnen (sie ist 13 Jahre), ging diese Ansicht auch recht schnell auf mich über, und ich tat mir schwer, mich mit ihr identifizieren zu können.

Generell kommt das Buch wirklich nur sehr langsam und schleppend voran, was eben auch daran liegt, dass die Autorin immer wieder endlos lange Informationen über Elefanten einfließen lässt - was jeglichen Spannungsaufbau immer wieder im Keim erstickt, und immer wieder das ganze entschleunigt.

Ich habe durch dieses Buch jetzt keine negative Meinung zu Elefanten bekommen, und ich denke auch, dass es schwer zu verstehen ist, wie sehr einen die Beschreibungen nerven können, wenn man sich doch vorher denkt, dass es doch gar nicht so schlimm sein kann.
Doch ich kann dich wirklich nur wieder und wieder warnen, dass einen diese Ausführungen langweilen werden, wenn man sich nicht brennend dafür interessiert.
Ich finde es auch nicht gut von der Autorin, den Lesern so viel Interesse dafür zuzudenken. Jeder interessiert sich für etwas anderes, und ich finde es auch immer wieder toll, wenn Charaktere für etwas brennen. Aber ich hatte es noch nie, dass diese Leidenschaft dann so extrem in den Vordergrund gestellt wird, dass es die eigene Handlung überschattet.


In mir hat das Buch leider immer wieder den Wunsch erweckt, endlich vorbei zu sein, damit ich etwas anderes lesen kann. Es gibt so tolle Bücher, und wenn man dann mit so einem zähen feststeckt, wird Lesen tatsächlich zur Qual.


Das Ende kommt extrem überraschend, machte mich aber auch wütend, da sich das Lesen des ganzen dann nur als noch sinnloser gezeigt hatte.

  

 



FAZIT

 

Leider hat mich dieses Buch komplett enttäuscht und ermüdet. Es besteht zu 80% aus erschöpfenden, extrem intensiven Beschreibungen des Verhaltens von Elefanten, die der ganzen Handlung jegliche Spannung nehmen, und das ganze Buch extrem verlangsamen.
Ich kann es leider überhaupt nicht weiterempfehlen, da für mich das Lesen eine echte Qual war.





MEINE BEWERTUNG IN STERNEN

 

 

Ich verleihe diesem Buch 1 von 5 Sternen. */*****

 

 

 

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